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Allgemeine Prinzipien des Einzelhandels

Einleitung

Die Geschäfte des Einzelhandels stehen am Ende der Produktionskette; der Gewinn, den die Läden erwirtschaften, stellt die Basis des Gewinns aller Betriebe dar, die an der Warenproduktion beteiligt sind. Der Einzelhandel in Virtonomics ist einer der schwierigsten Bereiche in der Verwaltung und der instabilste, allerdings auch jener, der potentiell den größten Gewinn bringen kann.

Lokale Lieferanten

In Virtonomics müssen Spieler, die Waren im Einzelhandel verkaufen, nicht nur mit den anderen Spielern, sondern auch mit lokalen Lieferanten (Verkäufern) konkurrieren. Die lokalen Lieferanten stellen die Vielzahl jener Einzelhandelsbetriebe dar, die in einer Stadt vorhanden sind. Sie konkurrieren mit den Geschäftsläden der Spielteilnehmer und kontrollieren den ganzen Einzelhandelsmarkt.

Jede Ware im Einzelhandel einer bestimmten Stadt ist mit einem durchschnittlichen Preis und einer durchschnittlichen Qualität gekennzeichnet, die für die lokalen Lieferanten charakteristisch sind. Wenn es also in einer Stadt keine Geschäfte von Spielern gibt, so verkaufen dort die lokalen Lieferanten die Ware dieser Qualität zu diesem Preis.

Um mit den lokalen Lieferanten erfolgreich zu konkurrieren, muss man der Bevölkerung Ware in besserer Qualität und um einen niedrigeren Preis anbieten. Die Angebote der lokalen Lieferanten wechseln im Laufe der Zeit. Mit der Entwicklung des Marktes für eine bestimmte Ware, das heißt mit dem Anstieg des Verkaufs der Ware in den Geschäftsläden der Spieler senken die lokalen Lieferanten die Preise und verbessern die Qualität, was die Konkurrenz in diesem Marktsegment verschärft.

Käuferpräferenzen

In Virtonomics hängen die Präferenzen der Käufer am Einzelmarkt meist vom Lebensniveau der Bevölkerung ab. In Städten mit niedrigem Lebensniveau ist die Bevölkerung gezwungen, fast sämtliche Einkünfte für Waren des täglichen Bedarfs (Bedarfsartikel) auszugeben und die Nachfrage nach Luxusartikeln bleibt beinahe aus. Außerdem achtet die Bevölkerung in Städten mit niedrigem Lebensniveau in erster Linie auf den Warenpreis und bevorzugt weniger qualitative und weniger bekannte, aber günstigere Waren. Umgekehrt leisten sich Leute in Städten, in denen das Lebensniveau höher ist, mehr Haushaltswaren, Autos, Juwelierwaren und neigen zum Kauf von Waren besserer Qualität, wenn auch für einen höheren Preis. Außerdem - je reicher die Kunden sind, desto wichtiger ist ihnen der Service eines Ladens.

Die Käuferpräferenzen variieren häufig in Bezug auf die eine oder andere Ware. Zum Beispiel kann es in einer Stadt mit dem Verkauf von Unterhaltungselektronik bergauf gehen, aber nach einem virtuellen Jahr stagniert dieses Segment des Marktes und die Bevölkerung beginnt, Möbel und Juwelierwaren zu kaufen. Solche Wechsel sind unvorhersehbar, obwohl Marketing-Studien gewisse Tendenzen in der Geschmacksveränderung der Käufer voraussagen können.

Die Verwaltung eines Ladens

Die Lage des Ladens

Die Lage des Ladens sowie seine Größe bestimmen die grundsätzliche Frequentierung. Die höchste grundsätzliche Frequentierung haben Geschäfte im Stadtzentrum. Dann folgen: Trabantenstadt, Stadtrand, Vorstadt und Nobelbezirk. Das durchschnittliche Lebensniveau in einer Trabantenstadt gleicht dem des durchschnittlichen Stadtniveaus. Der Wohlstand sinkt vom Zentrum ausgehend Richtung Vorort allmählich ab. Und in einem Nobelbezirk wird das Lebensniveau wesentlich über den durchschnittlichen Werten liegen. Selbstverständlich ist die Anzahl der Kunden mit so hohem Einkommen nicht groß.

Neben der Frequentierung, des Lebensniveaus und den daraus folgenden Präferenzen der Kunden spielt die Auswahl des Bezirks eine wichtige Rolle, speziell in gesättigten Gegenden mit Konkurrenz innerhalb des Bezirks. Folglich leiden, wenn sich die meisten Geschäfte im Stadtzentrum befinden, diese unter höherer Konkurrenz, während ein einzelnes Geschäft am Stadtrand womöglich vom Handelskrieg völlig unberührt bleibt.

Die Größe des Ladens

Die Größe des Ladens hat einen starken Einfluss auf seine Frequentierung. Je größer das Geschäft, umso mehr Kunden kommen von der Straße – das ist die so genannte Laufkundschaft. Außerdem - je größer das Geschäft, desto mehr Einfluss hat seine Bekanntheit auf die Frequentierung; bei gleichem Bekanntheitsgrad lockt ein größeres Geschäft mehr Kunden an als ein kleines (in Prozenten zur grundsätzlichen Frequentierung). Wenn man außerdem bedenkt, dass auch die Laufkundschaft beim größeren Geschäft größer ist, wird die absolute Steigerung der Frequentierung aufgrund von Bekanntheit beträchtlich sein.

Dennoch bedeutet dies nicht, dass man immer und überall ein Geschäft von maximaler Fläche eröffnen soll. Ein größeres Geschäft stellt größere Anforderungen an die Qualifikation des Personals, an die Qualifikation des Betriebsleiters und an die Lieferabteilung. Eine ideale Geschäftsgröße ist jene, bei der die Fläche einer Abteilung dem höheren Service-Niveau und dem effektiven Funktionieren des Geschäfts entspricht.

Außerdem ist aus Kundensicht das Warenangebot in größeren Geschäften eher passiv. Je kleiner das Geschäft, desto lebhafter reagieren die Kunden bei Erscheinen einer wirklich guten Ware. Und in einem größeren Geschäft kann der Kunde wichtige Angebote manchmal übersehen.

Die Anzahl der Abteilungen

Die Anzahl der Abteilungen ist bestimmt durch die Anzahl der Warenarten im Verkaufsraum. Je weniger Abteilungen, desto besser verkauft sich eine bestimmte Ware (unter gleichen Bedingungen). Außerdem ist es bei einer höheren Abteilungsanzahl schwieriger, ein höheres Service-Niveau zu erhalten. Die gesamte Geschäftsfläche wird zu gleichen Teilen zwischen allen Abteilungen aufgeteilt. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Waren es im Lager gibt und wie gut sie verkauft werden. Darum ist zu empfehlen, den Verkaufsraum rechtzeitig von "Ballast" zu befreien: Dazu gibt es im Verkaufsraum die Option "Zum Lager abtransportieren" sowie eine Gruppenoperation "Warenreste liquidieren".

Der Effizienz der Verkäufers

Der Effizienz der Verkäufers bestimmt, wie gut das Personal des Geschäfts mit seinen Pflichten zurechtkommt und wie gut die Verkäufer ihre Kunden bedienen. Je höher die Kundenanzahl und ihr Lebensniveau, desto mehr Verkäufer braucht man für eine effiziente Arbeit, und desto höher sollte die Qualifikation sein (je reicher der Kunde, desto heikler ist er). Der Effizienz der Verkäufer beeinflusst die allgemeine Effizienz des Geschäfts sowie das Service-Niveau im Geschäft.

Der Bekanntheitsgrad des Ladens

Der Bekanntheitsgrad des Ladens bestimmt die tatsächliche Frequentierung des Geschäfts im Vergleich zu seiner grundsätzliche Frequentierung (Laufkundschaft). Je höher der Bekanntheitsgrad, desto mehr Kunden kommen durchschnittlich in einem Monat. Die Bekanntheit des Geschäfts kann mit Hilfe von Werbung erhöht werden. Die Kundenanzahl, die aufgrund der Bekanntheit des Geschäfts kommt, hängt auch von der Größe des Geschäfts ab – je größer die Fläche, umso mehr Neugierige lockt es pro Grad der Bekanntheit an.

Der Umsatz des Geschäfts hängt in der erster Linie von der Besucherzahl ab. Die Besucherzahl hängt vom Bekanntheitsgrad des Ladens ab. Wenn ein neues Geschäft aufmacht, ist sein Bekanntheitsgrad „Null“, es kommen nur zufällige Besucher vorbei. Der Bekanntheitsgrad kann mithilfe von Werbung erhöht werden. Eine Werbekampagne kann viel kosten, aber die Verkaufssteigerung kann die Werbekosten wesentlich übertreffen. Manchmal ist es ratsam, eine groß angelegte Werbekampagne sofort nach Geschäftseröffnung zu machen, weil das dem Laden eine sofortige Bekanntheit bringt und ihm ermöglicht, schnell rentabel zu werden.

Der Effizienz der Werbekampagne hängt von den Größe der Summe ab, die für die Werbung ausgegeben wird, sowie von der Werbungsart und -effizienz. Je mehr Geld man in die Werbung steckt, desto mehr massive Mittel kann man einsetzen, um Kundenaufmerksamkeit auf sich zu ziehen: vom Internet und Außenwerbung bis Radio und Fernsehen. Es ist sehr wichtig, den Besucherstrom mit dem nötigen Service-Niveau abzudecken – die Fläche der Verkaufsräume und die Personalzahl müssen den Aufgaben des Geschäfts entsprechen.

Im Laufe der Zeit sinkt die Effizienz der Werbekampagne und steigen die Summen, die für die Erhaltung der laufenden Bekanntheit des Geschäfts nötig sind. Um den Bekanntheitsgrad ständig zu erhalten, müssen die Werbeaktionen fast durchgehend laufen.

Der Zahl der Kunden, die ins Geschäft gekommen sind, ist eine der Schlüsselcharakteristiken, die die Umsatzhöhe und folglich die Handelseffizienz bestimmt. Je größer die Kundenzahl, desto höher der Umsatz. Andererseits kann eine zu hohe Kundenzahl die Effizienz der Verkäufer negativ beeinflussen und den Service drücken, was die Umsatzhöhe senkt, nicht steigert. Die Kundenzahl ist bedingt durch die Bevölkerungszahl der Stadt, durch die Größe des Geschäfts und seine Lage. Daraus ergibt sich die sogenannte grundsätzliche Frequentierung (Laufkundschaft). Die reale Kundenzahl berechnet man aus der Laufkundschaft, der Effizienz der Werbung, sowie aus dem Zufallsfaktor (± 20%).

Wohlstands-Niveau der Käufer

Wohlstands-Niveau der Käufer (Wohlstandsindex) bezeichnet das Lebensniveau der Ladenbesucher. Der Wohlstand hängt von der Entwicklung der Stadt und vom Bezirk, in welchem der Laden sich befindet, ab. Der Wohlstandsindex bestimmt nicht direkt die Geldmenge, die die Käufer bereit sind auszugeben, sondern eher ihre Ideologie und ihre qualitative Einstellung zum Kaufprozess. Um sich über die Preise auf dem Laufenden zu halten, ist es ratsam, die Marketing-Berichte mit Informationen zu den durchschnittlichen Preisen in der Stadt und zu den Preisen bei den lokalen Verkäufern zu lesen.

Der Einfluss des Wohlstandsniveaus auf den Einzelhandel ist vielschichtig. Hier sind vier grundsätzliche Regeln:

  • Je größer der Wohlstand, desto besser entwickelt ist der Markt für elitäre Waren, also keine Bedarfsartikel (wenn alle anderen Bedingungen gleich sind, verkauft sich Diamant-Schmuck in einem Nobelbezirk besser).
  • Je größer der Wohlstand, desto schwieriger ist es, die 100%- ige Effizienz der Verkäufer und das höhere Service-Niveau zu erhalten.
  • Je größer der Wohlstand, desto lieber und mehr zahlen die Käufer für qualitativ hochwertige Ware.
  • Je größer der Wohlstand, desto stärker sinkt der Verkauf bei sinkendem Service.

Das Service-Niveau

Das Service-Niveau ist eine wichtige Eigenschaft des Geschäfts, sie bestimmt die Qualität der Kundenbedienung und beeinflusst den Verkauf umso stärker, je höher das Wohlstandsniveau der Käufer ist. Für reiche Kunden (z.B. Einwohner eines Nobelbezirks) kann die Service-Qualität wichtiger sein als der Warenpreis. Das Service-Niveau setzt sich aus zwei Faktoren zusammen: ob die Geschäftsfläche ausreichend ist und ob die Verkäufer gut zusammenarbeiten. Natürlich hängt es auch von der Kundenzahl ab, weil eine Fläche von 20 Quadratmetern für 5 Leute genug ist, aber für 500 Leute eher nicht. Ein enges Geschäft, eine ungenügende Anzahl an Verkäufern und/oder eine ungenügende Qualifikation der Verkäufer sind die Hauptgründe für die Senkung der Service-Niveaus. Die Gesamtfläche des Geschäfts und die Zahl der Verkäufer verteilen sich gleichmäßig auf alle Warengruppen, deswegen hängt das Service-Niveau unmittelbar von der Abteilungszahl im Geschäft ab.

Der Service setzt auch eine gewisse Aufmerksamkeit voraus, die der Verkäufer jedem Kunden schenkt. Je mehr Kunden und je weniger Verkäufer, desto weniger Aufmerksamkeit bekommt jeder Kunde. Das Geschäftspersonal hat auch einen bestimmten Qualifikationsindex: je höher die Qualifikation, desto besser der Service. Es kann auch gut sein, dass eine geringere Anzahl an Verkäufern mit der höherer Qualifikation die Kunden besser bedient, als ein Heer an Verkäufern mit niedrigerer Qualifikation.

Man muss aber auch Folgendes bedenken: Wenn der Besitzer viele und höchst qualifizierte Verkäufer einstellt, kann die Effizienz des Geschäfts bei ungenügender Qualifikation des Betriebsleiters trotzdem fallen.

Eine andere wichtige Bemerkung: Für einen sehr großen und bekannten Supermarkt in einer Großstadt ist es besonders schwer, ein elitäres Service-Niveau zu halten. So bringt eine mächtige Werbekampagne dem Geschäft eher Schaden als Nutzen, da der Zustrom von Kunden eine katastrophale Senkung des Service-Niveaus zur Folge hat.

Bei der Analyse des Service-Niveaus sollte man sich die Effizienz der Verkäufer vor Augen halten. Allerdings berücksichtigt die Effizienz nicht die Geschäftsgröße und die Anzahl der Warenabteilungen.

Die Effizienz

Die Effizienz ist eine Schlüsseleigenschaft, die das erfolgreiche Funktionieren des Ladens bestimmt. Eine niedrige Effizienz hat eine schlechte Wirkung auf den Handelsumsatz, unabhängig von der Warenauswahl und dem Service-Niveau.

Die Effizienz hängt von drei Parametern ab:

  • Effizienz der Arbeiter (Verkäufer)
  • Qualifikation des Betriebsleiters im Bereich "Handel"
  • Effizienz des leitenden Büros

Eine niedrige Effizienz bedeutet, dass nicht alle Ladenbesucher, die etwas kaufen wollten, es wirklich getan haben. Bei einer Senkung der Effizienz auf 30% sinkt der Handelsumsatz um zwei mal.

Der Verkaufsraum

Der Verkaufsraum zeigt den aktuellen Stand in ihrem Geschäft. Hier sind die Waren verzeichnet, die sich zur Zeit im Laden befinden, aber auch jene, die bestellt oder aus dem Verkauf genommenen sind. In der Spalte „Verkaufsmenge“ sind die Verkäufe der letzten Woche aufgelistet und der untere Link führt zur Verkaufsstatistik der letzten 52 Wochen (mit der Warenmenge und -qualität, der Marke und dem Verkaufspreis für jede Woche).

Weitere Spalten enthalten Auskunft über die aktuelle Belieferung mit diesen Warentypen (Aktuelle Bestellung / Der tatsächliche Ankauf der letzten Woche); den aktuellen Warenvorrat (Menge, Qualität, Marke und die Selbstkosten der Waren im Lager); den Marktanteil Ihres Ladens in der Stadt und die Statistik in der Stadt für das aktuelle Warenangebot (die sowohl die lokalen Verkäufer, als auch die Läden der Spieler mit einschließt).

Für den Verkaufsbeginn müssen die Waren im Verkaufsraum sein und unbedingt mit Preis und Verkaufsart gekennzeichnet sein. Voreingestellt ist „Normaler Verkauf“, bei dem der Laden in standardisierter Arbeitsweise funktioniert und die Waren nach den von der Führungskraft angegebenen Preisen verkauft werden. Achtung: Ist kein Preis angegeben (wenn man 0,00 lässt), bedeutet dies die Option „Nicht verkaufen“ und es erfolgt kein Verkauf der Ware. Bei der Option „Ausverkauf“ wird der Preis automatisch so festgesetzt, dass der Verkauf maximiert wird, was keinesfalls von den Selbstkosten der Ware oder dem von der Führungskraft angegebenen Preis abhängt. Unter dem Fenster der Preisangabe erscheint dabei das Wort “Ausverkauf“ und im Fenster wird der Preis angezeigt, zu dem die Ware bei der letzten Aktualisierung verkauft wurde.

Unter dem Fenster für die Auswahl des Verkaufstyps befindet sich ein Formular zum vereinfachten Hinzufügen von Warenlieferanten und eine Anzahl an Optionen zum Liquidieren der Warenreste. Falls Sie eine Abteilung schließen wollen, müssen Sie ALLE Waren der entsprechenden Abteilung anklicken und die Option „Warenreste liquidieren“ wählen. Somit werden alle Warenreste liquidiert, ohne jegliche Entschädigung. Achtung: Diese Option beendet nicht die Bestellungen der entsprechenden Warentypen, deshalb wird die Abteilung beim Ankauf auch nur einer einzigen Wareneinheit aus dieser Abteilung wieder eröffnet, wenn Sie die Lieferungen selbst nicht beenden.

Die Belieferung

In der Rubrik Belieferung werden alle Verträge über den Warenankauf für Ihren Laden angezeigt. Sie haben die Möglichkeit, alle bestehenden Verträge zu ändern (die Menge der angekauften Waren ändern; die Stornobedingungen festsetzen für den Fall, dass eine absolute oder relative Preisänderung oder eine Qualitätssenkung der hergestellten Ware unter eine bestimmte Grenze eintritt) sowie neue Verträge auf eine beliebige Ware in Virtonomics abschließen.

Über der Liste der Verträge ist die vorläufige Bestellsumme nach den aktuellen Preisen berechnet (nach der angemeldeten und nach der verfügbaren Quantität), sowie die Ankaufsumme für die vorherige Aktualisierung. Das erleichtert Ihnen die Budgetplanung für den aktuellen Spielzug.

Regeln des Einzelhandelsmarktes

Kaufangebote, der Verkauf von Franchisen und Marken

Wenn auf dem Markt einer der Virtonomics-Städte eine neue Ware erscheint, wird ihre Attraktivität nach drei Parametern berechnet: nach dem Warenpreis, der Warenqualität und der Marke; außerdem berechnet man die Attraktivität des Ladens nach der Käufermenge, dem Service-Niveau und der Geschäftslage. Dieser absolute Zahlenwert wird vom Angebot der lokalen Lieferanten bestimmt und aufgrund dessen berechnet sich der potentielle Umsatz. Danach treten die Konkurrenzgesetze in Kraft, die unten beschrieben sind.

Das Handeln mit Franchise, nicht-Franchise und ТМ-Waren funktioniert nach dem Prinzip der abnehmenden Erträge. Man geht davon aus, dass die Warenangebote zusammengefasst sind, zum Beispiel gibt es in einem Laden ein Auto (alle Autovarianten fallen unter das Angebot „Auto“), wenn es aber in dem gleichen Laden außer den No-name-Waren auch Franchise- oder ТМ-Waren gibt, dann steigt der Verkauf um etwa 25%. Bei gleicher Attraktivität verschiedener Varianten eines Angebots (Marke, Qualität, Preis) wird keines bevorzugt.

Wenn ein Unternehmen mehrere Läden mit den gleichen Waren hat (von den gleichen Betrieben hergestellt), tritt der Verkaufsmodifikator ein, der auf der Einmaligkeit des Ladens basiert. Das heißt: Die Kunden kaufen lieber Waren in Läden mit einmaliger Waren- und Markenauswahl, die sich von der Warenauswahl in anderen Läden unterscheiden.

Die Konkurrenz und die Sättigung des Marktes

Es gibt in Virtonomics-Städten zwei Arten von Einzelhandels-Märkten: gesättigte und ungesättigte. Gesättigte Märkte sind leicht am Anteil der lokalen Verkäufer zu erkennen: Bei den gesättigten ist dieser Null.

Am ungesättigten Markt hängt der Verkauf nur von der Attraktivität des Angebots ab (das Verhältnis von Preis, Qualität und Marke).

Die Umverteilung der Verkäufe auf den gesättigten Märkten erfolgt in zwei Phasen: die auf Wettbewerb beruhende und die proportionale. In der auf Wettbewerb beruhenden Phase haben die für den Kunden attraktiveren Angebote Vorrang – entsprechende Verkäufer verlieren weniger als die anderen. Bei der proportionalen Phase verlieren alle Geschäfte gleichmäßig. Der Anteil jeder Phase variiert in jeder Stadt und bei jeder Ware. Je besser entwickelt die Stadt ist und je luxuriöser die Waren sind, umso wichtiger ist die auf Wettbewerb beruhende Phase.

Der Prozess der Sättigung eines Marktes verläuft in 3 Stufen:

  • Erste Stufe (Sättigung): minimale Konkurrenz, fixe Marktkapazität, „überschüssige“ Verkäufe verschwinden während der fließenden, proportionalen Annäherung der Kaufmenge an die Normen des gesättigten Marktes (siehe: Der Handel auf gesättigten Märkten).
  • Zweite Stufe (Ausdehnung): alle Geschäfte verkaufen im Rahmen der Begrenzungen, die Marktkapazität dehnt sich fließend aus.
  • Dritte Stufe (Übersättigung): Es treten auf Wettbewerb beruhende und proportionale Strafen auf „überschüssige“ Verkäufe in Kraft, einschließlich der Konkurrenz innerhalb eines Bezirks. Die Marktkapazität ist instabil: Sie kann bis zum grundsätzlichen gesättigten Wert sinken, tendiert aber gewöhnlich zur maximalen Ausdehnung.

Der Handel auf gesättigten Märkten

Die Läden konkurrieren miteinander bezüglich der Bezirkslage. Das heißt, bei der Verteilung der Konkurrenz-Strafe auf Verkäufe verlieren am meisten jene Läden aus Bezirken mit überflüssiger Ladenanzahl.

Das System berechnet, wie viele Waren alle Läden in diesem Bezirk verkaufen würden, und danach sinken die Verkäufe der Läden in den übersättigten Bezirken. Dabei spielt nicht die Ladenanzahl die wichtigere Rolle, sondern der gesamte Verkaufsumsatz; das heißt, dass ein Laden mit einer Fläche von 100 qm stärkeren Einfluss hat als 10 kleinere Läden.

Die Einmaligkeit

Das Einmaligkeitprinzip wirkt nur innerhalb eines Unternehmens und in einer Stadt. Es gibt an, inwiefern die Waren in den Läden eines einzelnen Unternehmens in dieser Stadt einander ähnlich sind. D.h. Ihre Läden in einer Stadt beeinflussen nicht die Einmaligkeit der Läden in einer anderen Stadt. Genauso haben die Läden der Konkurrenten keinen Einfluss auf Ihren Laden.

Bei der Bestimmung der Einmaligkeit sind zwei Parameter wichtig: Die Größe des Sortiments und die Ähnlichkeit des Sortiments. Bei der Bestimmung der Ähnlichkeit der Ware in zwei verschiedenen Läden vergleicht man deren Produzenten (den wirklichen Produzenten und nicht das Unternehmen, das Ihnen die Ware verkauft hat). Wenn der Produzent ein und derselbe ist, zahlen Sie Strafe für die Nicht-Einmaligkeit. Zum Beispiel haben drei Läden, die dem Sortiment nach vollkommen ähnlich sind und die Waren des selben Produzenten haben, eine Einmaligkeit von 50%. Die Strafe für die Nicht-Einmaligkeit beginnt ab dem dritten Laden. Man kann in einer Stadt zwei vollkommen ähnliche Läden ohne jeglichen Verlust beim Verkauf betreiben. Mit dem Anwuchs solcher Läden sinkt die Einmaligkeit. Als Resultat wird der Umsatz von zehn vollkommen ähnlichen Läden nur viermal höher sein als der eines einzelnen Ladens.

Man sollte außerdem bedenken:

  • Es gibt keine Aufteilung auf einzelne Betriebe. Zum Beispiel produziert ein Unternehmen eine und dieselbe Ware in den Betrieben B1 und B2. Die Ware aus B1 wird an den Laden L1 geliefert, die Ware aus dem B2 – an den L2. Die Läden L1 und L2 sind nicht einmalig.
  • Ein Vermittler hat keine Bedeutung für die Waren-Information. Zum Beispiel stellt das Unternehmen А eine Ware her. Das Unternehmen B kauft diese Ware. Das Unternehmen C kauft die Ware vom Lager des В und liefert sie in seinen Laden. Die Ware, die in den Läden des Unternehmens C verkauft wird, wird als Erzeugnis des Unternehmens A gekennzeichnet.
  • Das Sortiment. Wenn das Warensortiment in mehreren Läden nicht vollkommen identisch ist (im ersten Laden Autos, im zweiten Laden Autos und Motorräder, im dritten Autos, Motorräder und Reifen), wirkt sich das positiv auf die Einmaligkeit aus und die Strafe wird geringer. Dabei spielt der Handelsumsatz keine Rolle, wichtig ist nur das Vorhandensein ähnlicher Waren des gleichen Produzenten. Wenn Sie andere Waren zum Zweck der Einmaligkeit des Ladens hinzufügen, bedenken Sie auch, dass Läden mit einer einzigen Abteilung bessere Verkäufe haben.
  • Wenn die Waren von ähnlicher Qualität und Marke sind, aber von verschiedenen Produzenten kommen, dann gelten sie als einmalige Waren und bekommen keine Strafen. Wenn Sie Waren verkaufen, die von mehreren Produzenten hergestellt sind, berechnet man die Einmaligkeit für jedes Teil getrennt.

Die Kaufmenge pro Kunde ist begrenzt. Der Kunde eines einmaligen Ladens mit einer Abteilung kann z.B. die folgende Menge an Kleidung kaufen:

  • 100 m | 50 Stück
  • 500 m | 10 Stück
  • 1000 m | 4 Stück
  • 10 000 m | 1-2 Stück
  • 100 000 m | ~0.6 Stück

Dies sind ungefähre Zahlen, nur zur Orientierung. Der beste Wert, 50 Stück, bezieht sich auf die Ware von bester Qualität und bekanntester Marke bei bestem Service-Niveau – dann hat man ein modisches und berühmtes Geschäft, das nur wenige Kunden hat, von denen aber jeder sehr viel kauft. Auf ungesättigten Märkten und für große Läden kann der Wert viel höher sein.